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Dauerausstellung

Das Karl-Wörn-Haus begreift sich als stadtgeschichtliches Museum, mit der Zielsetzung den naturräumlichen, historischen und wirtschaftlichen Werdegang der Region Schwetzingen anschaulich zu machen.

 

Die Dauerausstellung ist chronologisch aufgebaut und behandelt die Geschichte des Siedlungsplatzes Schwetzingen von der Bildung der Naturlandschaft des Oberrheingrabens, über die Ansiedlung der ersten Ackerbauern bis heute.

 

Neben archäologischen Zeugnissen der Vor- und Frühgeschichte mit 7000 Jahre alten Grabbeigaben aus der Zeit der Bandkeramik (Grabfunde aus dem Schälzig) und Funden der fränkisch-merowingischen Epoche zeigt das Museum schwerpunktmäßig Exponate der kurpfälzischen Ära, die im 18. Jahrhundert unter Kurfürst Carl Theodor und der Ernennung des Schlosses Schwetzingen zur Sommerresidenz ihren Höhepunkt fand.

 

Skelett aus der Zeit der Bandkeramiker. Fundort: Schälzig  Merowingische Grabbeigaben. Fundort: Lindenstraße   Feuerlöscheimer aus dem historischen Hoftheater im Schloss Schwetzingen

 

Darüber hinaus stellt das Museum die drei bedeutendsten Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts von Schwetzingen vor: Den Schlossgartendirektor Johann Michael Zeyher, den Naturforscher Karl Friedrich Schimper und den Theologen sowie alemannischen Dichter Johann Peter Hebel.

 

Die Darstellung der jüngeren Stadt- und Wirtschaftsgeschichte zeigt die landwirtschaftliche Orientierung der Region mit den Sonderkulturen Hopfen, Tabak und Spargel, die das industrielle Zeitalter in Schwetzingen mit Brauereien, Tabak- und Konservenindustrie einläuteten.

 

Reste jüdischer Schriften, die in der Reichsprogromnacht auf der Kreuzung Heidelberger Straße/Mühlenstraße aufgeschichtet und angezündet wurden.         In einem schmalen, düstern Gang werden die Museumsbesucher durch die Zeit des Nationalsozialismus geführt, der die Verzweiflung und Bedrohung der einstigen jüdischen Gemeinde in Schwetzingen schildert und der dann verheißungsvoll in die ersten Jahre der Nachkriegszeit und zwar dem Beginn der berühmten Schwetzinger SWR-Festspiele blicken lässt.